Die Sektion Lohberg nahm Abschied von ihrem verstorbenen langjährigen Kultur- und Musikwart Willi Aschenbrenner

Donnerstag, der 7. Dezember, war nicht nur für die Sektion Lohberg ein ganz besonders bewegender Tag. Es galt Abschied zu nehmen von Willi Aschenbrenner. Eine überaus große Zahl von Trauergästen füllte die Pfarrkirche St. Walburga, als Pfarrer i. R. Ambros Trummer das Requiem hielt. In seiner Predigt würdigte er insbesondere das Engagement des Verstorbenen für die Pfarrei Lohberg und hob auch sein musikalisches Wirken hervor. Sektionsvorsitzender Dieter Lahme, der für die Lohberger Vereine die Trauerrede hielt, zeigte nicht nur das über viele Jahrzehnte währende Wirken für die Vereine und die damit verbundenen Ehrungen auf. Mit den Worten "In seinen Adern floss Musik" erinnerte er auch an das herausragende musikalische Wirken - sei es mit der Zither oder mit der Posaune, mit dem Willi und seine Musikerkollegen die Feste und Veranstaltungen der Vereine bereicherten und prägten. Zuletzt hatte Willi 2022 im Rahmen des Bayerwald-Tages des Bayerischen Wald-Vereins mit seinen Bläserkollegen durch das Spielen ohne Noten die Musikertradition des Wingei aufleben und die Teilnehmer aus vielen Gegenden des Bayerischen Waldes begeistert. Nach dem Requiem begleitete die Trauergemeinde, angeführt von den Musikern, Willi Aschenbrenner auf seinem letzten Weg.

Die Kötztinger Zeitung berichtete hierüber in ihrer Ausgabe vom 09.12.2023


Altbairisches Adventssingen des Bayerischen Wald-Vereins am 3. Dezember 2023 (1. Adventssonntag) in der Pfarrkirche St. Walburga in Lohberg

Der Bayerische Wald-Verein lädt seit mehr als 50 Jahren am 1. Adventssonntag zum Altbairischen Adventssingen ein. Ursprünglich war die Sektion Lohberg bereits 2020 als Ausrichter dieser traditionellen Veranstaltung ausgewählt worden. Doch die Corona-Pandemie führte zur Absage ebenso wie im Jahr 2021, als die Vorbereitungen praktisch abgeschlossen waren, aber eine wieder in starkem Maße ansteigende Zahl von Corona-Erkrankungen 10 Tage vor dem Termin zu einem Stopp führte. Daher hat sich die Sektion sehr gefreut, dass sie heuer diese traditionelle Veranstaltung ausrichten konnte. Und das Wetter zeigte sich von seiner besten winterlichen Seite. Pünktlich zum Sonntagvormittag hörte der Schneefall, der den Wingei in eine Winterlandschaft verwandelt hatte, auf und so war es auch für die Besucher aus den verschiedenen Wald-Vereins-Sektion eine problemlose Anfahrt. Und der Ausrichtungsort, die Pfarrkirche St. Walburga, war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Bläser nach dem Verklingen der 16 Uhr-Glockenschläge die Besucher von der Empore aus mit „Wachet auf Ihr Menschenkinder“ empfingen. Nach einem kurzen Willkommensgruß übergab Sektionsvorsitzender Dieter Lahme das Wort an den Wald-Vereins-Präsidenten Sebastian Gruber. Dieser hob in seiner Begrüßung die Bedeutung des Altbairischen Adventssingen als eine der größten und traditionsreichsten Veranstaltungen des Bayerischen Wald-Vereins hervor. Zugleich führte er aus, dass mit dem Adventssingen nicht nur die Hinführung auf die Advents- und Weihnachtszeit verbunden sei, sondern auch der Aufruf, Friede, Freiheit, Wohlstand und Lebensqualität im Bayerischen Wald nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern sich hierfür auch einzusetzen. Nach dem „Adventsgedicht“, vorgetragen vom Sprecher Franz Sperl, ging es musikalisch reihum. Dem „Barbara Lied“ der Eggersberger Sänger folgte das Streicher-Trio mit dem „Seelenschmeichler“ und die Rittsteiger Sänger erinnerten „Es kimmt heit scho de staade Zeit“, Simon und Franz mit ihrem „Weihnachts-Boarischer“ bildeten den Abschluss dieser ersten „Runde“, der sich weitere stimmungsvoll und abwechslungsreich anschlossen. So verging dieser 1. Adventssonntag-Nachmittag wie im Flug und die Zuhörer dankten den Mitwirkenden mit einem kräftigen langanhaltenden Applaus. Bevor das gemeinsame „Macht hoch die Tür“ den Abschluss bildete, spielten die Bläser noch einen Abschied für ihren 4 Tage zuvor verstorbenen Musikerkollegen Willi Aschenbrenner, der als Musikwart der Sektion 2020 das Altbairische Adventssingen in Lohberg vorbereitet hatte. Draußen vor der Kirche wurden die Besucher durch einen herrlichen, aber kalten Winterabend empfangen und so wurde das Angebot der Sektion – Glühwein und Plätzchen – gern angenommen. Ein überaus gelungener Nachmittag, so die viel geäußerte Meinung. (siehe auch Bildergalerie)

Die Kötztinger Zeitung berichtete hierüber in ihrer Ausgabe vom 07.12.2023


Die Lusenwanderung der Sektion Lohberg am Sonntag, dem 17. September

Unter Führung von Reinhard Kollmer brach eine 10köpfige Wandergruppe bei herrlichem Spätsommerwetter am Parkplatz in Waldhäuser auf mit dem Lusen als Ziel. Erste Station war Martinsklause. Nach kurzer Rast mit Bewunderung des Farbenspiels und der Wasserspiegelungen der aufgestauten Ohequellbäche ging es dann zum Teil steil bergauf zum „Teufelsloch“. Hier fließt die Kleine Ohe unterirdisch unter den Felsklötzen zu Tal und bei ausreichendem Wasser kann man das Fließen hören. Daher dachte man in früheren Zeiten, dass der Teufel unten im Gestein flüstern würde. Leider waren trotz angestrengtem Lauschen keine „Teufelsgeräusche“ zu hören. Weiter ging es zur Glasarche, dem gläsernen, ca. 5m langen, aus leicht grünlich schimmernden Glasscheiben zusammengesetzten Schiff. Von hier wanderte die Gruppe nicht direkt die Himmelsleiter hinauf zum Lusen, sondern bog ab auf ein Stück des von Deggendorf bis nach Bayerisch Eisenstein führenden Böhmwegs, ein im 18. Jahrhundert wichtiger Verkehrsweg zwischen Donau und Moldau für Kaufleute, Säumer, Pilger und das fahrende Volk. Unterwegs gab es herrliche Aussichten auf die Weiten des Bayerischen Waldes und des Böhmerwaldes und auf das Felsenmeer des Lusen. Der nächste Halt war der historische Grenzübergang „Blaue Säulen“ zwischen Deutschland und Tschechien. Hier befand sich, so die historische Darstellung, ein sogenanntes Hochgericht. An dieser Stelle soll eine Brotbänk, eine hölzerne Hütte, gestanden haben, in der die Bäckerburschen Brotlaibe für die Verpflegung der Säumer ablegten. Hierfür mussten die Säumer das Geld in einem Kasten ablegen. Kam einer dieser Verpflichtung nicht nach und wurde bei der Unehrlichkeit erwischt, konnte er gleich an Ort und Stelle verurteilt werden. Kurz vor dem Aufstieg zum Lusen ein letzter Halt am Marchfleckl; hier berührten sich bis 1803 das Kurfürstentum Bayern, das Königreich Böhmen und das Geistliche Fürstentum (Fürstbistum) Passau. Der dreiseitige Grenzstein mit den Wappen der drei Hoheitsgebiete legt hiervon Zeugnis ab. Dann begann der schweißtreibende Anstieg über das rückwertige Blockfelsenmeer hinauf zum Lusen. Kurz vor Mittag war der Gipfel erreicht und ein freundlicher Nationalpark-Ranger machte ein Gruppenfoto unterm Gipfelkreuz. Im Lusenschutzhaus gab es die wohlverdiente Mittagsrast mit Unterhaltung durch eine Gesangsgruppe aus Eppenschlag. Der Rückweg führte zunächst den Winterwanderweg hinab; ab der Waldhausreibe ließ sich die Gruppe die letzten gut 3 km bis zum Parkplatz vom Igelbus chauffieren. So ging ganz entspannt ein rundum schöner Wandertag zu Ende. (siehe auch Bildergalerie)

Die Kötztinger Zeitung berichtete hierüber in ihrer Ausgabe vom 20.09.2023


Die Holzfällerhütten-Wanderung der Sektion Lohberg am Sonntag, dem 16.Juli 2023

Die Wald-Vereins-Sektion Lohberg hatte am Sonntag, dem 16. Juli 2023, zu einer Wanderung zu Holzfäller-Hütten unter Führung von Reinhard Kollmer eingeladen. 12 Wanderer fuhren um 9 Uhr im Linienbus zum Brennes, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Zwar waren der Arber und die rungsum liegenden Berge in Wolken gehüllt, aber zum Wandern waren die Temperaturen ideal und auf ging es Richtung Großer Arber.  Eine Schafherde oberhalb der Bergwachthütte lud zu einem kurzen Halt ein. Und weiter ging es in Richtung Chamer Hütte, dem Schmugglerweg folgend, der nach Ablauf der Auerwild-Schutzzeit am 30. Juni wieder betreten werden konnte. Da sich die Wolken hoben, konnten die Wanderer herrliche Ausblicke genießen und nach rund 1,5 Stunden war die Chamer Hütte erreicht. Auf der Sonnenterrasse wurde der Durst gelöscht und dann die Wanderung in Richtung Enzian fortgesetzt. Der Blick ging in den Lamer Winkel, über das Künische Gebirge und über die Höhenzüge des Böhmerwaldes und bis hinaus in den Gäuboden.  Und dann war der mit 1.285 m höchste Punkt der Wanderung, der Enzian erreicht. Von hier folgte die Gruppe dem Kammweg und einigen Holzabfuhrwegen zur ersten Holzfällerhütte, der Stojlbauern-Hütte, die ein paar Meter abseits des Weges liegt, aber gut getarnt durch Bäume und Buschwerk. Hier wurde die wohlverdiente Mittagsrast mit der Verpflegung aus dem Rucksack eingelegt. Gut gestärkt machte sich die Gruppe auf zum zweiten Zielort, der Hannerl-Hütte; ein ganz anderer Ort, weitläufiger mit Rastbänken, fließendem Bergwasser und ein Totenbrett erinnert an den Namensgeber, den mit 49 Jahren verstorbenen Hannerl Hans (Johann Stöberl). Nach einer kurzen Rast brach die Gruppe zum Bramersbacher Platz auf.  Auf der ehemaligen Hochweide erinnert die 2012 erbaute Holzfäller-Kapelle an einige verstorbene Waldbesitzer, z. B. auch an Johannes Seidl, den 2017 verstorbenen Kulturwart der Sektion Lohberg. Nach einer letzten Ruhepause und Stärkung vor der Holzfällerhütte, an der Pfarrer Trummer traditionell im Juni eine Messe zelebriert, ging es hinab nach Lohberghütte durch den Zackerwald entlang des Steinbachs. Gegen halb fünf hatten die Wanderer die Endstation erreicht, den „Finkenhof“ in Lohberghütte. Durst gelöscht und schon griff sich einer der Wanderer das Akkordeon und mit Waidlerliedern ging ein schöner Tag zu Ende. (siehe auch Bildergalerie)

Die Kötztinger Zeitung berichtete hierüber in ihrer Ausgabe vom 21.07.2023 


Die Sektion Lohberg veranstaltete am 8. Juli 2023  ein Konzert mit Kindern auf der WaldHeimat-Bühne in der Landesgartenschau Freyung

Der Bayerische Wald-Verein beteiligt sich an der Mitgestaltung der Bayerischen Landesgartenschau 2023 in Freyung und hat im Vorfeld auf dem Gartenschaugelände eine eigene Bühne, die WaldHeimat-Bühne, errichtet. Auf dieser Bühne finden überwiegend an den Wochenenden unterschiedliche Beiträge einzelner Wald-Vereins-Sektionen statt, die das vielschichtige Wirken des Bayerischen Wald-Vereins, insbesondere auch in der Kultur und Heimat-/Volkstumspflege zeigen. 

Auch die Wald-Vereins-Sektion Lohberg hat diese Möglichkeit aufgegriffen; zusammen mit ihrem Mitglieder-/Musiklehrer-Duo Diana und Stefan Scharnagl (Musikschule „MusikTräume“) wurde die Idee eines Konzerts mit Kindern entwickelt. Am Samstag, dem 8. Juli, war es dann so weit; über 30 „Musikkinder“ aus Lohberg/dem Lamer Winkel sowie aus Waldmünchen und Geigant füllten die WaldHeimat-Bühne: mit dem afrikanischem Begrüßungslied "Funga Alafia" aller Akteure startete das bunte Programm und nach diesem gelungenen Einstieg legte sich die Anspannung aller Akteure. Nach der offiziellen Begrüßung durch den Sektionsvorsitzenden Dieter Lahme ging es „Schlag auf Schlag“. 

Den Anfang dieses bunten Musiknachmittags machten die Kleinsten mit ihren Sopranblockflöten und einigen Kinderliedern, aber auch das Klavier erklang zu einer „Ballonfahrt“ und brachte mit „Freude schöner Götterfunken“ die Stimmung aller Akteure bestens zum Ausdruck. Und weiter ging es: rockige Songs auf dem Klavier oder mit dem Akkordeon wechselten sich ab mit melodischen Stücken und als auf der Querflöte die Sonate in F-Dur von Georg Philipp Teleman erklang, wurde es still auf der WaldHeimat-Bühne. Der Song „Memory“ bildete dann die Einstimmung auf das erste gemeinsame Lied aller Akteure (Auweh Zwick) zum kurzen Durchatmen und Sammeln. Und weiter ging es in einer bunten Reihenfolge.

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 (siehe auch Bildergalerie)

Die Kötztinger Zeitung berichtete hierüber in ihrer Ausgabe vom 13. Juli 2023